Operationalisierung, Umsetzung, Praxis? Warum es oft nicht am Wissen scheitert.

Mehr schlafen, weniger Zucker, Bewegung und nochmal Bewegung.
Wir wissen doch alle, wie es geht. 

Alles ist klar und dennoch handeln wir anders.
Zwischen Wissen und unserem tatsächlichem Verhalten liegt eine Lücke. Das liegt oft nicht an den fehlenden Neujahrsvorsätzen. Es kann daran liegen, dass unsere gelebte Struktur im Alltag stärker ist als die Erkenntnis.

In Organisationen ist das ganz ähnlich, nur leider noch komplexer. Die Ziele sind bekannt. Aber in der Praxis? Bleibt vieles beim Alten. 

Die große Illusion Wir müssen nur mehr Wissen aufbauen“ ist leider nicht das Allheilmittel. Wissen allein verändert nicht. 

Was Veränderung möglich macht, sind Strukturen, die die Umsetzung stützen. Routinen, die Theorie in die Praxis bringen. Was Veränderung nicht möglich macht, sind gewachsene Machtverhältnisse, unausgesprochene Erwartungen, informelle Abläufe. 

Konkrete Beobachtung aus der Praxis:

Das Leitbild spricht von Transparenz, dennoch werden in Meetings kritische Punkte nicht angesprochen. Nicht weil niemand sie sieht, sondern weil es keine Kultur dafür gibt (siehe „Harmonie um jeden Preis„). Manchmal gibt es auch unausgesprochene Spielregen, was gesagt werden darf und was besser nicht. Und manchmal ist es auch nicht das Eine oder das Andere. Vieles existiert gleichzeitig. Ziele können sich widersprechen. Es fehlt an der Entscheidung und der Übernahme von Verantwortung. 

Diese Gleichzeitigkeit ist kein Fehler, sie ist ein Teil von Entwicklung. Sie muss gestaltet und ausgehalten werden. 

Wenn Sie spüren, dass in Ihrem Unternehmen oder bei Ihrem Projekt auch die Verbindung zwischen guter Absicht und gelebter Praxis fehlt, melden Sie sich doch und wir gucken gemeinsam genauer drauf.