Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

[STRG] + [H] – Heidi Zucker
Schoppershofstr. 39
90489 Nürnberg
E-Mail: heidi.zucker@strgh.de 
Telefon: 0176 57608672

Stand: Mai 2026

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen Heidi Zucker, handelnd unter [STRG] + [H] (nachfolgend „Auftragnehmerin“), und ihren Kunden und Kundinnen (nachfolgend „Auftraggeber“) über Beratungs-, Organisationsentwicklungs-, Coaching-, Moderations- und Vortragsleistungen.

(2) Die Leistungen richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn die Auftragnehmerin ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zustimmt.

§ 2 Vertragsschluss

(1) Angebote der Auftragnehmerin sind freibleibend. Ein Vertrag kommt durch schriftliche Auftragsbestätigung oder durch Beginn der Leistungserbringung zustande.

(2) Mündliche Nebenabreden bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Textform (E-Mail genügt).

§ 3 Leistungsumfang

(1) Gegenstand und Umfang der Leistungen ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. der Auftragsbestätigung.

(2) Die Auftragnehmerin schuldet ein fachlich qualifiziertes Tätigwerden nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berufsausübung (Dienstvertrag gem. §§ 611 ff. BGB), nicht jedoch einen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg.

(3) Die Auftragnehmerin ist berechtigt, sich zur Erbringung der Leistungen qualifizierter Dritter (z. B. Co-Beratern und Beraterinnen, Sub-Unternehmer) zu bedienen. Die Verantwortung gegenüber dem Auftraggeber bleibt davon unberührt. 

(4) Keine Rechts- oder Steuerberatung: Die Leistungen der Auftragnehmerin umfassen keine Rechts-, Steuer- oder Wirtschaftsprüfungsberatung im Sinne des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG), des Steuerberatungsgesetzes oder vergleichbarer Vorschriften. Informationen über gesetzliche Rahmenbedingungen, regulatorische Anforderungen (z. B. zu Nachhaltigkeit, CSRD, PPWR, EUDR) sowie über aktuelle politische Entwicklungen dienen ausschließlich der allgemeinen Orientierung und Sensibilisierung. Sie ersetzen keine individuelle Beratung durch qualifizierte Berufsträger (z. B. Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer). Für die rechtssichere Umsetzung im Einzelfall ist der Auftraggeber selbst verantwortlich; ihm obliegt die Einholung qualifizierten Rechtsrats.

§ 4 Mitwirkungspflichten

(1) Der Auftraggeber stellt der Auftragnehmerin rechtzeitig alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Unterlagen und Zugänge zur Verfügung und benennt verantwortliche Ansprechpersonen.

(2) Verzögerungen oder Mehraufwand, die aus mangelnder Mitwirkung resultieren, gehen zulasten des Auftraggebers.

§ 5 Honorar und Zahlungsbedingungen

(1) Es gelten die im Angebot vereinbarten Honorare. Sofern nichts anderes vereinbart ist, gelten Tages- oder Stundensätze zzgl. der gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Reisezeiten gelten als Arbeitszeit und werden mit 50 % des vereinbarten Tagessatzes berechnet, sofern nicht anders vereinbart. Reisekosten und Auslagen werden nach Beleg in Rechnung gestellt.

(3) Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug fällig. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen gemäß § 288 BGB.

(4) Bei mehrmonatigen Projekten ist die Auftragnehmerin berechtigt, monatlich abzurechnen.

§ 6 Termine, Verschiebung, Absage

(1) Vereinbarte Termine sind verbindlich. Bei Absage oder Verschiebung durch den Auftraggeber gelten folgende Ausfallhonorare:

  • bis 14 Kalendertage vor dem Termin: kostenfrei
  • 13 bis 7 Kalendertage vor dem Termin: 50 % des vereinbarten Honorars
  • weniger als 7 Kalendertage vor dem Termin: 100 % des vereinbarten Honorars

(2) Bereits angefallene Reise- und Vorbereitungskosten sind in jedem Fall zu erstatten.

§ 7 Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI)

(1) Transparenz: Die Auftragnehmerin setzt zur Unterstützung ihrer Arbeit punktuell KI-basierte Werkzeuge ein (z. B. zur Recherche, Strukturierung, Textentwürfen, Visualisierung oder Auswertung). Sämtliche Arbeitsergebnisse werden vor Übergabe von der Auftragnehmerin fachlich geprüft, kuratiert und verantwortet.

(2) Sorgfalt beim KI-Einsatz: Die Auftragnehmerin wählt KI-Werkzeuge nach bestem Wissen so aus, dass vertrauliche oder personenbezogene Daten des Auftraggebers nicht zu Trainingszwecken der Anbieter verwendet werden, und nutzt – soweit verfügbar – Geschäfts- bzw. Enterprise-Tarife mit entsprechenden vertraglichen Zusicherungen. Eine Übermittlung in Drittländer erfolgt nur auf Grundlage geeigneter Garantien gemäß Art. 44 ff. DSGVO. Eine darüber hinausgehende Gewähr für das Verhalten der KI-Anbieter wird nicht übernommen.

(3) Ausschluss bestimmter Inhalte: Strikt vertrauliche Informationen, Geschäftsgeheimnisse oder besonders schützenswerte personenbezogene Daten (Art. 9 DSGVO) werden ohne ausdrückliche, gesonderte schriftliche Freigabe des Auftraggebers nicht in KI-Systeme eingegeben.

(4) KI-Einsatz beim Auftraggeber: Setzt der Auftraggeber im Rahmen der Zusammenarbeit eigene KI-Systeme ein und sollen dort Inhalte, Konzepte oder Materialien der Auftragnehmerin verarbeitet werden, bedarf dies der vorherigen Abstimmung. Eine Verwendung von Materialien der Auftragnehmerin zum Training von KI-Modellen ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung untersagt.

(5) Verantwortung für Ergebnisse: Beratungs- und Entscheidungsempfehlungen werden nicht allein auf Basis von KI-Ausgaben erteilt. Die Auftragnehmerin übernimmt die inhaltliche Verantwortung für die durch sie erbrachten Leistungen; dem Auftraggeber obliegt die unternehmerische Entscheidung über deren Umsetzung.

(6) Regulatorischer Rahmen: Beide Parteien beachten beim Einsatz von KI die jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben, insbesondere die DSGVO und die EU-KI-Verordnung (Verordnung (EU) 2024/1689).

§ 8 Vertraulichkeit

(1) Die Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei zeitlich unbegrenzt vertraulich zu behandeln und nur für Zwecke der Vertragserfüllung zu verwenden.

(2) Die Auftragnehmerin ist berechtigt, den Auftraggeber unter Nennung des Firmennamens und Logos als Referenz zu nennen, sofern nicht im Einzelfall etwas anderes vereinbart ist.

§ 9 Datenschutz

Die Parteien verarbeiten personenbezogene Daten nach Maßgabe der DSGVO und des BDSG. Soweit die Auftragnehmerin personenbezogene Daten im Auftrag des Auftraggebers verarbeitet, schließen die Parteien einen gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO. Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in der Datenschutzerklärung unter https://strgh.de/datenschutz/.

§ 10 Urheber- und Nutzungsrechte

(1) An sämtlichen von der Auftragnehmerin erstellten Konzepten, Präsentationen, Unterlagen, Methoden und sonstigen Arbeitsergebnissen verbleiben die Urheberrechte bei der Auftragnehmerin.

(2) Der Auftraggeber erhält an den im Rahmen des Vertrags übergebenen Arbeitsergebnissen ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für eigene interne Zwecke. Weitergabe an Dritte, Veröffentlichung oder Bearbeitung bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung.

(3) Die Verwendung der Materialien zu Trainingszwecken von KI-Systemen ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung untersagt (vgl. § 7 Abs. 4).

§ 11 Gewährleistung und Haftung

(1) Die Auftragnehmerin haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet die Auftragnehmerin nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten). Die Haftung ist in diesen Fällen der Höhe nach auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden begrenzt, höchstens jedoch auf den Wert des jeweiligen Auftragsvolumens.

(3) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

(4) Soweit die Auftragnehmerin KI-gestützte Inhalte einsetzt, gilt § 7 ergänzend. Eine Haftung für Folgeschäden, die aus der vom Auftraggeber eigenverantwortlich umgesetzten Empfehlung entstehen, ist im Rahmen der vorstehenden Grenzen ausgeschlossen.

(5) Eine Haftung für die rechtliche Richtigkeit oder Aktualität von Informationen zu gesetzlichen oder regulatorischen Rahmenbedingungen wird nicht übernommen. Die Verantwortung für die rechtliche Bewertung und Umsetzung im konkreten Einzelfall liegt beim Auftraggeber.

§ 12 Höhere Gewalt

Ereignisse höherer Gewalt (z. B. Naturkatastrophen, Pandemien, Streiks, behördliche Anordnungen, längerfristiger Ausfall der Telekommunikations- oder IT-Infrastruktur) entbinden die Parteien für die Dauer der Störung von der Erfüllung ihrer Leistungspflichten. Termine werden in beiderseitigem Einvernehmen verschoben.

§ 13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist Nürnberg, sofern der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

(3) Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform.

(4) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.